Das lange Warten
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Glaubt ihr, dass ihr Menschen mit viel Geduld seid?
Ich glaube nicht, dass ich ein besonders geduldiger Mensch bin. Nach außen hin vielleicht, aber nach innen könnte ich manchmal platzen.
Was das Amtshaus betrifft, so warten wir mittlerweile seit 2018 auf seine Fertigstellung.
Dabei gab es immer wieder Zeiten mit ununterbrochener Beschäftigung. Manchmal wusste man nicht, was man zuerst machen sollte.
Was ihr vielleicht nicht wisst, dass Projekt „Amtshaus“ läuft bei uns nebenbei. Wir haben einen normalen Job. Naja, ich habe einen normalen Job. Mein Mann ist Chef seiner eigenen Firma und arbeitet eher für 2. Außerdem haben wir eine tolle Familie, Haus, Garten, Freunde und das eine oder andere, zu was wir uns verpflichtet fühlen.
Alles, was wir für das Amtshaus machen, z.B. Fördermittelanträge stellen, Handwerker nerven, mit dem Ingenieurbüro kommunizieren, Planungen ansehen, Aufträge verteilen usw. usf., läuft nebenbei. Diese Internetseite zum Beispiel ist unter dem Namen „Kerstins Spielerei“ auf meinem Rechner gespeichert.
Und trotzdem finde ich das Warten am anstrengendsten.
Warten, dass der Bauantrag genehmigt wird. Warten, dass die Fördermittel genehmigt werden oder später, dass das Geld auch tatsächlich kommt.
Und am schlimmsten; Warten, dass es auf dem Bau weitergeht.
Im Moment ist es schrecklich. Man hat das Gefühl, fast fertig zu sein und dann passiert …. NICHTS.
Wie ich geschrieben habe, greift ein Gewerk in das andere und im Moment ist der reinste Stillstand.
Alle warten auf den Einbau der Innentüren und den Bau der Außentreppe. Beides Dinge, die seit Ende 2024 in Planung sind.
Sind die Innentüren eingebaut, können Fliesenleger und Maler die letzten Arbeiten angehen. Eigentlich sollten dann auch die Fußbodenleger weiter machen. Mittlerweile habe ich sie davon überzeugt, vorher anzufangen.
Auch die Fensterbauer und die Leute von der Sicherheitstechnik warten, dass es endlich weiter geht. Es ist so frustrierend, Leute um Geduld zu bitten , wenn man selber keine hat.
Und die Kehrseite solcher Wartezeiten ist, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder alles auf einmal kommt.
Ende August kommen die Betten für die Ferienzimmer. Die Küchenmöbel stehen zum Teil da und sollen ebenfalls Ende August aufgebaut werden.
Auch die Außentreppe, der Hof und die Löschwasserzisterne sind Ende August, Anfang September geplant. Dann kann auch die Türtechnik installiert werden. Um einen barrierefreien Zugang vom Hof zu sichern, benötigen wir ein elektrisches Türöffnungssystem.
Auch Tischler, Maler und Fliesenleger könnten dann ihre Restarbeiten erledigen.
Und wisst ihr was, das funktioniert niemals.
Irgendetwas kommt dazwischen oder irgendjemand hat gerade eine andere Baustelle. Und dann geht es wieder los:
Das Warten
